Fliegender Birkhahn (c) ÖBf-Archiv/Thomas Kranabitl

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Hinter den Kulissen in unseren Wäldern

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Waldführungen am Heuberg bei Koppl

ÖBf-Expert*innen erläuterten die nachhaltige Waldbewirtschaftung

Blick in die Baumkronen (c) Harald Kienzl
Blick in die Baumkronen (c) Harald Kienzl

Wie sieht der Wald der Zukunft in Österreich aus? Welche Baumarten werden wachsen, welche nicht mehr? Und was können Waldbewirtschafter*innen tun, um die Wälder gesund zu erhalten? Diese und weitere Fragen beantworteten Förster*innen und Naturexpert*innen der Österreichischen Bundesforste (ÖBf) am Freitag, 1. September, und am Samstag, 2. September bei kostenlosen Führungen durch die Wälder in allen ÖBf-Forstbetrieben. Das Interesse war groß: Insgesamt nahmen rund 250 Naturinteressierte an den Waldspaziergängen teil. Auch am Heuberg in Salzburg fanden am 1. und 2. September Führungen statt.

Bei den gemeinsamen Wanderungen auf den Flächen des Forstbetriebs Flachgau-Tennengau am Heuberg bei Koppl erfuhren die Teilnehmer*innen mehr über die nachhaltige Waldbewirtschaftung der Bundesforste, die unterschiedlichen Funktionen des Waldes und warum es wichtig ist, im Wald gewisse Verhaltensregeln zu befolgen. Bundesforste-Expertin Palmira Deißenberger und ihr Kollege Thomas Lassacher stellten den Wald als Trinkwasserspeicher anhand einer Quelle vor, aber auch den Wald als CO2-Speicher, als Erholungsort, als Schutz vor Naturgefahren und als Arbeitsplatz (auch anhand der Hinweistafeln zu forstlichen Sperrgebieten bzw. Waldarbeiten). Dabei gaben sie Einblicke in verschiedene Berufsbilder der Forstwirtschaft und verdeutlichten, wie wichtig qualifizierter Fachkräfte-Nachwuchs in der Branche ist.

Außerdem wurden die Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Wälder erläutert und am prominentesten Beispiel, dem Borkenkäfer, beleuchtet. Dazu wurde gemeinsam eine Käferfalle geöffnet und erklärt, wie das Monitoring der Käferpopulation und die Käferbekämpfung funktioniert. Die Teilnehmer*innen erfuhren, warum artenreiche Mischwälder den zukünftigen klimatischen Bedingungen am besten gewachsen sind. Abschließend wurde eine Jungwuchsfläche mit vielen verschiedenen zukunftsfitten Baumarten besucht, auf der der Wald der Zukunft bereits heute entsteht. Das Walderlebnis fand bei einer gemeinsamen Jause einen gemütlichen Ausklang.

Bundesforste-Expertin Palmira Deißenberger: „Die Führungen waren ein voller Erfolg und ich hatte große Freude daran, so vielen Interessierten das Thema Wald näherzubringen und die zahlreichen Fragen zu beantworten.“ Auch das Fazit der Teilnehmer*innen fiel einstimmig aus: Alle waren von dem informativen, lehrreichen Angebot begeistert und werden in Zukunft mit neuen Blickwinkeln durch unsere Wälder gehen. Tipp: All jene, die jetzt keine Gelegenheit hatten, den Wald der Zukunft vor Ort kennenzulernen, nehmen die Bundesforste unter www.wald-der-zukunft.at auf eine virtuelle Tour durch den Wald von heute und morgen mit.

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