Fliegender Birkhahn (c) ÖBf-Archiv/Thomas Kranabitl

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Kötschachtal: Wegsperren aufgrund von Holzarbeiten

Schadholzaufarbeitung nach Sturmereignissen im Schutzwald wird fortgesetzt – Zeitweilige Sperren von Straßen und Wegen im Gasteiner Kötschachtal notwendig – Betretungsverbote zur eigenen Sicherheit unbedingt beachten

Windwurfflächen im Gasteiner Kötschachtal (c) ÖBf
Windwurfflächen im Gasteiner Kötschachtal (c) ÖBf

Mehrere Unwetterereignisse haben in den vergangenen Monaten deutliche Spuren in den Gasteiner Wäldern hinterlassen. Insbesondere der Föhnsturm im Oktober 2023 hat große Schadholzmengen verursacht, aber auch der Ostersturm Anfang April führte zu größeren Windwürfen. Auf Bundesforste-Flächen besonders betroffen ist das Kötschachtal nahe Bad Gastein im Bezirk St. Johann im Pongau.

Da die Witterungsverhältnisse es seit dem Frühjahr wieder zulassen, setzen die Bundesforste ihre großangelegten Aufräumarbeiten in den Schutzwäldern des Kötschachtals fort. Abgebrochene oder umgestürzte Bäume müssen so schnell wie möglich aus dem Wald gebracht werden, um einem flächendeckenden Borkenkäferbefall vorzubeugen. Zur Aufarbeitung sind derzeit Holzerntemaschinen – Seilkräne und Harvester – im Einsatz. Diese werden ab dem 21.05.2024 durch einen Lastenhubschrauber unterstützt, da sich große Teile der Schadflächen in extrem steilem Gelände befinden, das nur aus der Luft erreichbar ist. Die betreffenden Gebiete im Bereich der Kötschachtalstraße und der Wanderweg zum Reedsee müssen daher als forstliche Sperrgebiete ausgewiesen werden. „Wir wissen, dass das Kötschachtal ein beliebtes Freizeitgebiet ist. Wir sperren die Wege jeweils nur für möglichst kurze Zeiträume und bitten um Verständnis für die dringende Notwendigkeit dieser Maßnahmen“, informiert Kathrin Motz, Leiterin des ÖBf-Forstbetriebs Pongau. Gleichzeitig appelliert sie an alle Waldbesucher*innen: „In forstlichen Sperrgebieten besteht Lebensgefahr. Bitte halten Sie sich zur eigenen Sicherheit an die Betretungsverbote.“ Die Arbeiten werden voraussichtlich mehrere Wochen dauern. Auch über den ganzen Sommer hinweg können immer wieder Arbeiten in den Waldgebieten des Kötschachtals stattfinden.

Große Teile der ÖBf-Waldgebiete im Kötschachtal liegen im Nationalpark Hohe Tauern. Dabei handelt es sich sowohl um wertvolle Lebensräume, als auch um Schutzwälder, die eine lebenswichtige Funktion für die Menschen im Tal haben. Intakte Schutzwälder bieten einen natürlichen und nachhaltigen Schutz vor Naturgefahren wie beispielsweise Vermurungen, Überflutungen, Lawinen oder Steinschlag, dienen aber auch als Schutz vor Bodenerosion. Umso wichtiger ist es, durch einen raschen Abtransport von Schadholz einen großflächigen Borkenkäferbefall zu verhindern. „Unsere Arbeiten im Kötschachtal sind ein Wettlauf gegen die Zeit. Je schneller wir mit den Aufräumarbeiten vorankommen, desto weniger Nährboden findet der Borkenkäfer in der beginnenden Saison vor“, erläutert Motz die Dringlichkeit der Maßnahmen, um die Schutzwälder auch für die Zukunft zu erhalten.

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