Projekte und Dienstleistungen

Endberichte der Fischbestandserhebungen von Renken und Seeaiblingen in 10 österreichischen Seen

 
EMFF_Pilotstudie_1a_Zusammenfassung_Methodik_und_Daten_klein.pdf

EMFF Studie - Zusammenfassung

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EMFF_Pilotstudie_1a_TB1_Wolfgangsee.pdf

Wolfgangsee Teilbericht 1/10

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EMFF_Pilotstudie_1a_TB2_Obertrumer_See.pdf

Obertrumer See Teilbericht 2/10

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EMFF_Pilotstudie_1a_TB3_Traunsee.pdf

Traunsee Teilbericht 3/10

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EMFF_Pilotstudie_1a_TB4_Hallstaetter_See.pdf

Hallstätter See Teilbericht 4/10

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EMFF_Pilotstudie_1a_TB5_Millstaetter_See.pdf

Millstätter See Teilbericht 5/10

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EMFF_Pilotstudie_1a_TB6_Weissensee.pdf

Weissensee Teilbericht 6/10

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EMFF_Pilotstudie_1a_TB7_Achensee.pdf

Achensee Teilbericht 7/10

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EMFF_Pilotstudie_1a_TB8_Attersee.pdf

Attersee Teilbericht 8/10

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EMFF_Pilotstudie_1a_TB9_Grundlsee.pdf

Grundlsee Teilbericht 9/10

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EMFF_Pilotstudie_1a_TB10_Mondsee.pdf

Mondsee Teilbericht 10/10

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Methodenentwicklung zur fischereilichen Datenerhebung von Renken- und Seesaiblingsbeständen österreichischer Seen

Netzbefischungen und Echolotbefahrungen in 10 österreichischen Seen

Renken & Seesaiblinge im Fokus

Das durch den Europäischen Meeres- und Fischereifond zu 100% geförderte Projekt startete im Juli 2018 und wurde im September 2020 abgeschlossen. Neben fischbiologischen Basisdaten wie Länge, Alter, Geschlecht oder Laichreife wurden Größe und Zusammensetzung der Fischbestände über nächtliche Schallreflexionsmessungen mittels Echolot in den Gewässern erfasst. Die Untersuchungen fanden an folgenden Seen statt.

  • Achensee
  • Attersee
  • Grundlsee
  • Hallstätter See
  • Millstätter See (2018 & 2019)
  • Mondsee
  • Obertrumer See
  • Traunsee
  • Weissensee
  • Wolfgangsee

Im Zick-Zack-Kurs über den nächtlichen See

Ausgerüstet mit modernster Technik untersuchten die Experten von den Bundesforsten und dem Bundesamt für Wasserwirtschaft die nächtlichen Gewässer mit einer Geschwindigkeit von nur 5 km/h und im vorgegebenem Zick-Zack-Kurs, um eine bestmögliche Fisch-Stichprobe zu erfassen. Zum Schutz vor Räubern sind einige Fischarten unter Tags in Schwärmen unterwegs, während sich andere am Seegrund aufhalten. Bei einsetzender Dunkelheit lösen sich die Schwärme aber auf und die Fische am Grund steigen zur Nahrungssuche in höhere Wasserschichten. Einzelne Exemplare können dann treffsicher per Echolot vermessen werden. Auch die Befahrung der Seen in den Wintermonaten diente allein der Messgenauigkeit: Dann ist es am und im Wasser sehr ruhig. Die Fische bewegen sich langsam und die Seeoberfläche ist meist spiegelglatt.

Das digitale Echolot der neuesten Generation wird in einer Wassertiefe von etwa 20 Zentimetern seitlich am Bootsrand befestigt und sendet dann Millionen von Schallwellen in die Tiefe des Sees. Der Gewässergrund sowie die Fische reflektieren das akustische Signal zurück an die Oberfläche und dem Echolotgerät. Die gewonnenen Daten können dann hinsichtlich der Gesamtfischbiomasse im See ausgewertet werden.

Altersanalyse anhand von Fischschuppen und Gehörsteinchen

Die detaillierte Erhebung fischökologischer Basisdaten fand hingegen in den Sommermonaten statt. Mit Netzen unterschiedlicher Maschenweite fischten die WissenschafterInnen eine kleine, möglichst repräsentative Stichprobe an Renken und Seesaiblingen aus jedem See. Diese wurden einem Messprogramm unterzogen. Ähnlich wie bei Bäumen kann das Alter von Reinanken anhand von Jahresringen auf den Fischschuppen mikroskopisch bestimmt werden. In der warmen Jahreszeit, wenn ausreichend Nahrung im See vorhanden ist, wachsen die Fische schneller und die Jahresringe sind breiter, wohingegen sie im Winter, in der Zeit der Entbehrung, deutlich schmäler ausfallen. Bei den Seesaiblingen wiederum ist der Wachstumsverlauf in Jahresringen an den nur wenige Millimeter großen Gehörsteinchen abzulesen. Sämtliche aus der Untersuchung gewonnen Daten fanden Eingang in die „Fischdatenbank Austria“ (FDA) des Bundesamtes für Wasserwirtschaft, in der alle relevanten Befischungsdaten zu österreichischen Seen und Fließgewässern archiviert werden.

Nachhaltige Fischerei im Klimawandel

Nicht nur in unseren Wäldern, auch in den heimischen Gewässern sind die Auswirkungen des Klimawandels bereits deutlich zu spüren. Hitzeperioden und andere Wetterextreme nehmen Einfluss auf die Wassertemperaturen und damit auch auf das Nährstoff- und Nahrungsangebot im See. In tieferen Gewässerschichten kann bei nicht ausreichender Durchmiscchung des Sees dann sogar der Sauerstoff knapp werden. Daher beobachten wir die ökologischen Entwicklungen an den heimischen Seen sehr genau. Die aktuellen Untersuchungen tragen maßgeblich dazu bei, diese einzigartigen Ökosysteme und ihre Vielfalt an Pflanzen und Tieren auch für zukünftige Generationen zu erhalten.

 

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