Naturgenuss im Mai: Vogelmiere
Sie ist ein Allerweltskraut und wächst beinahe überall: Die Vogelmiere (stellaria media) gilt mancherorts eher als „Unkraut“. Damit tut man dieser zur Familie der Nelkengewächse gehörenden Pflanze allerdings unrecht.
Die Vogelmiere kann als Wildgemüse und Heilpflanze verwendet werden. Sie schmeckt nach jungem Mais und hat eine schmerzlindernde Wirkung bei Rheuma und Gelenksschmerzen. Es lohnt sich, den Speiseplan mit Vogelmiere zu ergänzen: Ein Vogelmieren-Salat deckt den täglichen Vitamin C-Bedarf und liefert wertvolle Mineralien.
Sammeln kann man sie fast das ganze Jahr über. Als einjährige Pflanze stirbt sie jedoch in kalten Wintern ab. Am wahrscheinlichsten ist sie auf feuchten, nährstoffreichen Böden zu finden, wächst jedoch auch auf Schutthalden, Wegen und Ufern.
Rezept:
VOGELMIEREN-PESTO
- ¼ l Olivenöl
- ca. 400g gewaschene Vogelmiere
- 80g geriebener Parmesan
- 100g gehackte Walnüsse
- ca. ½ TL Salz
Die Vogelmiere kleinschneiden und gemeinsam mit Nüssen, Salz und Parmesan und Öl vermixen bis eine sämige Sauce entsteht. Falls die Sauce noch zu fest ist, etwas mehr Olivenöl hinzufügen.
Das fertige Pesto in saubere, heiß ausgespülte Gläser füllen und bis zum Rand mit Olivenöl bedecken. Es passt hervorragend zu Nudelgerichten und ist auch zum Verfeinern von Saucen und Suppen geeignet.






Vogelmiere (Stellaria media) wächst bis zu 40 cm hoch und breitet sich teppichartig aus. Die Blätter sind eiförmig, spitz zulaufend und werden bis zu 3 cm groß. Im unteren Stängelbereich sind die Blätter sind kurz gestielt, weiter oben wachsen sie direkt am Stängel.
Foto: StellariaMedia001_1280px_wikimedia commons_hugo.arg
Die Blüten sind 3-5 mm Millimeter groß und bilden nur bei sonnigem Wetter Nektar. Die fünf weißen Blütenblätter sind fast bis zum Ansatz geteilt.
Foto: Stellaria.media.-.lindsey_wikimedia_commons_James Lindsey at Ecology of Commanster
Der Stängel der Vogelmiere ist dünn, weich und rund. Die einseitige Haarlinie am Stängel ist ein eindeutiges Erkennungsmerkmal - so kann die Vogelmiere auch vom (leicht giftigen) Ackergauchheil unterschieden werden. An den feinen Härchen sammeln sich Tautropfen und verbessern so die Wasserversorgung.
Foto: Stellaria_media_(s._str.)_sl20_wikimedia commons
