Lebensraum für das Haselhuhn in Salzburg

Das Haselhuhn gilt als Indikator für gesunde, vielfältige Bergwälder und steht in Österreich auf der Vorwarnstufe der Roten Liste. Wo es vorkommt, ist der Wald licht, gut strukturiert und reich an Nahrung. Im ÖBf-Forstrevier Filzmoos haben die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) diesen Herbst gezielte Maßnahmen umgesetzt, um die Lebensbedingungen für das Haselhuhn zu verbessern. Die Arbeiten erfolgten im Rahmen der österreichweiten Biodiversitätsinitiative „100 Jahre – 100 Hektar“, mit der die Bundesforste anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens Projekte zur Förderung der Artenvielfalt durchführen.
Im Forstrevier Filzmoos (Revierteil Hachau) wurden dichte Fichtenbestände aufgelockert, wichtige Rückzugsräume geschaffen sowie Laubbäume und Sträucher gezielt gefördert. Insbesondere sogenannte Kätzchenträger wie Weiden, Birken, Erlen und Haselstrauch dienen dem Haselhuhn als Nahrungsquelle. Zusätzlich werden Sandbadeplätze, sogenannte Huderstellen, angelegt sowie Totholz und Asthaufen bewusst belassen, um Schutz und Deckung zu bieten. So entstehen lichte, strukturreiche Waldflächen, die der scheuen Vogelart den geeigneten Lebensraum bieten.
Die Maßnahmen kommen jedoch nicht nur dem Haselhuhn zugute. Auch zahlreiche andere Tier- und Pflanzenarten profitieren von der erhöhten Strukturvielfalt. Das Projekt steht beispielhaft für das Grundprinzip der Bundesforste: Wälder nachhaltig zu bewirtschaften und dabei Ökonomie und Ökologie gemeinsam zu denken – für einen artenreichen, klimafitten Wald der Zukunft.












Haselhuhn (c) oebf/W. Gailberger
v.l.: Forstfacharbeiter Georg Rettenwender, Kurt Nagl und Revierleiter Christian Maier
v.l.: Forstfacharbeiter Georg Rettenwender zeigt einen der eingerichteten Sandbadeplätze (c) oebf
Sandbadeplatz (Huderstelle) für das Haselhuhn (c) oebf
Das Haselhuhn bevorzugt lichte, gut strukturierte Wälder (c) oebf
ÖBf-Forstrevier Filzmoos (c) oebf
