Wienerwald

Biosphärenpark Wienerwald

Wir sind Partner in einer einzigartigen Region

Was wuselt da am Waldesrand?

"Übungs-"Projekt im Rahmen des Lehrgangs "Citizen Science - Gemeinsam entdecken und forschen im Kontext der Nachhaltigkeit" an der Hochschule für Agrar-und Umweltpädagogik (HAUP)

Waldränder sind spannende Orte... 
Dort grenzen zwei unterschiedliche Lebensräume aufeinander: der schattige Wald und das sonnige Offenland. Verschiedene Sträucher bilden eine Übergangszone und bieten den Tieren Nahrung und Schutz.

Mäuse sind eine spannende Artengruppe... 
Sie entgehen durch ihre geringe Größe oft unsrer Aufmerksamkeit und sind doch ein wichtiger Bestandteil im ökologischen Netz. Außerdem ist Maus nicht gleich Maus, es gibt eine enorme Vielfalt! 

Mit Hilfe von sogenannten "Spurentunneln" wollte ich untersuchen, welche kleinen Säugetiere wie z.B. Mäuse entlang des Waldrandes unterwegs sind. Dazu habe ich die Bastelanleitung des Vereins pro Bilche etwas adaptiert.

Die spannendste Frage für mich war: Kann man denn auch nachweisen, wie weit sich Mäuse entlang des Waldrandes bewegt?
Um das herauszufinden habe ich eine - für die Tiere ungiftige - Anfärbemethode entwickelt. In Kombination mit simplen "Farbfangtunneln" aus Tetrapaks und Küchenpapier kann so eine zurückgelegte Mindestdistanz nachgewiesen werden.

Insgesamt 51 Kinder der Volksschulen Neulengbach, Tullnerbach und Purkersdorf haben mir als "Citizen Scientist" beim Erforschen des Gewusels am Waldrand geholfen. 

Natürlich gab es vorher eine kleine Einführung für die eifrigen Spurensucher. Dabei haben sie nicht nur viele verschiedene Tierfamilien wie Langschwanzmäuse, Wühlmäuse, Spitzmäuse und Bilche kennengelernt, sondern auch erfahren, dass man diese anhand ihrer Fußabdrücke relativ gut unterscheiden kann.
Außerdem haben wir diskutiert, warum Forschung (gerade auch im Biosphärenpark!) wichtig ist.

Es war wirklich spannend, was wir alles gefunden haben:
Käfer, Schnecken, Spinnen und viele Mäusespuren. :-)

Im Laufe des Projekts ist es dann auch gelungen zu beweisen, wie weit eine Maus mindestens gelaufen sein muss!

Ein herzliches Dankeschön an alle fleißigen NachwuchsforscherInnen und natürlich auch an die engagierten Lehrerinnen, die mich bei der Durchführung unterstützt haben!

Martina Keilbach

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