Naturschutz

Verantwortung für den Schutz von Natur

Pflücken, stecken, präsentieren

Zum jährlichen Narzissenfest kommen an die 20.000 BesucherInnen ins Ausseerland. Ein guter Platz, um ein Projekt und seine Ziele zu präsentieren. Öffentlichkeit wurde in diesem Fall zu einem Gemeinschafts-Großprojekt.

Das 60. Narzissenfest nahm LIFE-Revierleiter Thomas Kranabitl zum Anlass, nach längerer Teilnahmepause mit einer Figur anzutreten, die auch eine naturschutzfachliche Botschaft transportiert. So entstand der „Käferbaum“ - ein Konstrukt eines Alpenbockkäfer und eines Hirschkäfers mit einem Totholzbaum in der Mitte. Der schöne, blau-schwarze Alpenbockkäfer (Rosalia alpina) ist in Gössl und in den steilen Wänden beim Altausseer See zu finden und wurde im LIFE+ Projekt „Ausseerland“ kartiert. Er verbringt die meiste Zeit seines Lebens als unspektakuläre Larve im Holz von alten Buchen. Nur Anfang Juli bekommt man die erwachsenen Käfer für ca. 2 Wochen zu sehen. Einer der Gründe, warum ihn die BesucherInnen des Festes nicht gleich erkannt haben und dachten, es handle sich um einen Borkenkäfer.

Durch persönliche Gespräche bei der ausgestellten Figur, durch Interviews auf der Tribüne und Ansagen von Platzsprechern wurde die Botschaft des wertvollen Totholzes und des EU geförderten LIFE+ Projekts „Ausseerland“ an die vielen BesucherInnen hinausgetragen.

Nach zeitintensiver Vorarbeit des Figurengerüst konnte die Figur gemeinsam mit VertreterInnen der Steirischen Jägerschaft fertig gestellt werden. Wenn mehr als 90.000 Narzissen gepflückt und in vorsichtiger Handarbeit gesteckt werden, fördert das gemeinsame Ziel auch den Dialog zwischen Jagd und Wald.

Abgeschnitten hat der „Käferbaum“ mit einem 4. Platz beim Bootskorso, einem 3. Platz beim Stadtkorso und einem Sonderpreis für Kreativität sehr gut. Was aber wichtiger ist: Es hat allen HerlferInnen sehr viel Spaß gemacht und der Alpenbockkäfer ist nun ein Stück weit bekannter!

 

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