Wiederansiedelung und Forschung
Als ehemals größte Eule unserer Wälder verschwand der Habichtskauz Mitte des 20. Jahrhunderts aus Österreich.
Grund dafür war einerseits sein ungewöhnlich zutrauliches Verhalten gegenüber uns Menschen, andererseits schrumpften gerade in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts die Lebensräume dieses Urwaldbewohners. Durch schonenden Umgang mit dem Wald und die Ausweisung von Schutzgebieten verbesserten sich die Lebensbedingungen in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend. Das Projekt soll dem in Österreich ausgestorbenen Habichtskauz die Chance geben, sich hierzulande wieder anzusiedeln. Seit 2018 wurden von den Bundesforsten und BirdLife Habichtskauz-Nistkästen in Kärnten installiert und wissenschaftlich begleitet. Die Kästen werden gut angenommen, im Rahmen der Kontrollen konnte 2024 und 2025 zumindest eine Habichtskauz-Brut mit erfolgreich aufgezogenen Jungvögeln nachgewiesen werden.
Seit 2009 bemühten sich die drei Projektträger, das Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI) der Vetmeduni Vienna, das Land Niederösterreich und die Österreichischen Bundesforste, die Wiederansiedlung dieser seltenen Waldeule in Österreich durch Zucht und Freilassung junger Habichtskäuze zu unterstützen. Die Österreichischen Bundesforste stellten für das Wiederansiedlungsprojekt einerseits die Fläche und einen finanziellen Beitrag zur Verfügung. Des weiteren leisten MitarbeiterInnen der Bundesforste einen wesentlichen Beitrag zu den unterschiedlichen Arbeitspaketen: Volierenbau, Fütterung der Jungvögel, Besendern der Tiere, Monitoring. 2013 übernahm der Forstbetrieb Wienerwald im Auftrag des Biosphärenparks Wienerwald die Hauptverantwortung für die Projektzusammenarbeit. Aktuell werden seitens der Österreichischen Bundesforste die Flächen zur Verfügung gestellt.


Der Habichtskauz kehrt langsam wieder in die österreichischen Wälder zurück.
Foto: Martina Keilbach
