Naturschutz

Prozessschutz

Dynamik im Lebensraum Wald

Die Österreichischen Bundesforste setzen sich für den Schutz und den Erhalt der letzten natürlichen und unfragmentierten Ökosysteme mit besonders hohem Schutzwert ein. Bei Berücksichtigung des so genannten Prozessschutzes, sind das Altern und Zusammenbrechen ganzer Baumbestände insbesondere in Nationalparks und Wildnisgebieten erlaubt. Es geht dabei nicht nur um den Verfall einzelner Biotopbäume. Sturmereignisse, Insekten- oder Pilzbefall bringen eine Auflichtung, führen zu Lückenbildung oder gar flächenhaftem Aufbrechen des Kronendachs – Raum für eine neue Phase der Waldentwicklung kann dadurch entstehen.

Das Netzwerk und Mosaik aus Flächen mit Pioniergehölzen, offenen Bodenstellen, Bereichen mit vielfältigem Totholzangebot, Bruchstämmen, Astgewirr und umgedrehten Wurzeltellern ist ein Meilenstein für den Erhalt der Biodiversität natürlicher Waldökosysteme.

Bereits rund 9% der Fläche der ÖBf unterliegt einem strengen Schutzstatus und erfüllt somit hohe Ansprüche und Erwartungen im Biodiversitätsschutz. Ermöglicht wird dieses durch entsprechende finanzielle Entschädigungsleistungen und Mitwirkungen in der Schutzgebietsbetreuung mit Vertragsnaturschutz.

Bei der Schaffung von Wildnisgebieten wurde in den letzten Jahren das Wildnisgebiet Dürrenstein und dessen Erweiterung um das Lassingtal und die Etablierung des Wildnisgebiets Sulzbachtäler umgesetzt.

Die ÖBf wirken durch 51 Flächen mit gesamt rund 2.800 ha auch beim österreichischen Naturwaldreservate-Programm mit. Bei Vernetzungsprojekten, wie zum Beispiel dem „Netzwerk Naturwald“ im Bereich der nördlichen Kalkalpen, sind die ÖBf durch einbringen von Trittsteinen als Prozessschutzflächen dabei. 

Im Rahmen der Kooperation mit dem WWF werden und wurden diesbezüglich Machbarkeitsstudien für unterschiedliche Gebiete der ÖBf erarbeitet.

Zahlen & Fakten: Flächen mit strengem Schutz

Prozessschutzgebiete wie Nationalparks, Wildnisgebiete, Kernzonen vom Biosphärenpark, Naturwaldreservate, Trittsteine & Biodiversitätsinseln (auf diesen Flächen erfolgt keine Holznutzung)

   

Ergänzend Außen- bzw. Managementzonen in Nationalparks und im Wildnisgebiet (rd. 4.500 ha)

   

SUMME Strenge Schutzgebiete (mit Außenzonen)

7% der ÖBf-Waldfläche

9% der ÖBf-Gesamtfläche

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