Naturschutz

Prozessschutz

Faszinierende Naturwälder der Österreichischen Bundesforste

Naturwälder sind als Orte der Biodiversität und Erbringer von Ökosystem-Dienstleistungen von herausragender ökologischer Bedeutung.

In ihnen finden seltene Arten einen Lebensraum und natürliche Prozesse können sich unbeeinflusst und in ihrem vollen Umfang entfalten. Die Österreichischen Bundesforste erhalten Naturwälder in Zusammenhang mit dem österreichischen Naturwaldreservate-Programm, in Naturschutzgebieten, in National- und Biosphärenparks und als "Biodiversitätsinseln" im Rahmen des Ökologischen Landschaftsmanagements Ö.L. 

Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal

Mächtige Bäume, steile Schluchten und ursprüngliche Waldwildnis sind die Markenzeichen des im südwestlichen Niederösterreich gelegenen Wildnisgebiets Dürrenstein. Es entspricht nach den Richtlinien der Weltnaturschutzorganisation (IUCN) den Kategorien mit dem strengsten Schutzstatus Ia (strict nature reserve) bzw. Ib (wilderness area) und ist damit einzigartig in Österreich. Die Österreichischen Bundesforste bringen einen Großteil der Flächen ein und sind auch im Schutzgebietsmanagement aktiv. 

Mit der derzeit laufenden Ausweitung auf das Lassingtal im Norden der Steiermark wird die Schutzfläche auf 7.000 Hektar verdoppelt, mehr als drei Viertel davon bringen die Bundesforste ein (5.700 ha). Ein europaweit einzigartiger Schritt für die Natur. Mit diesem Schritt kann also ein weitläufiges und artenreiches Ökosystem umfassend geschützt werden.

Hier gibt es nähere Informationen zum Wildnisgebiet Dürrenstein.

Nationalpark Donauauen und Nationalpark Kalkalpen

Der Nationalpark Kalkalpen und der Nationalpark Donauauen sind international anerkannte Schutzgebiete lt. IUCN Kategorie II. Sie schützen eine einzigartige Tier-und Pflanzenwelt. Die Österreichischen Bundesforste sind nicht nur als Grundbesitzer bei beiden Nationalparks beteiligt, sondern arbeiten auch aktiv im Management mit. 

Hier gibt es nähere Informationen zum Nationalpark Donauauen und zum Nationalpark Kalkalpen. 

Biosphärenpark Wienerwald

Das seit 1971 bestehende Unesco-Programm „Der Mensch und die Biosphäre“ (MAB), unterstützt Wissenschaft und Forschung bei der nachhaltigen Nutzung und Erhaltung der biologischen Vielfalt: ökonomische, soziale und ethische Aspekte stehen gleichberechtigt neben ökologischen. Biosphärenparks sind als Modelllandschaften zur Demonstration nachhaltiger, dauerhaft umweltgerechter Lebens- und Wirtschaftsweisen gedacht. Die ÖBf sind im Biosphärenpark Wienerwald vertreten. 

Hier gibt es nähere Informationen zum Biosphärenpark Wienerwald.

Biodiversitätsinseln

Die ÖBf haben in Zusammenarbeit mit BirdLife Österreich auf ihren Flächen ein Netzwerk an Altholzinseln, so genannten Biodiversitätsinseln, die dauerhaft außer Nutzung genommen sind, etabliert. Dadurch soll gewährleistet werden, dass gefährdeten und anspruchsvollen Arten ausreichend Trittsteinbiotope und Lebensraumrequisiten für ihren Fortbestand zur Verfügung stehen. Das gilt nicht nur für Vogelfamilien wie Spechte, Fliegenschnäpper und Raufußhühner sondern auch für Insekten, Säugetiere, Pilze und Flechten. Bis Ende 2020 wurden in jedem der 120 Bundesforste Forstrevieren mindestens vier Biodiviersitätsinseln ausgewählt. 

Hier gibt es weitere Informationen zu den Biodiversitätsinseln der ÖBf.

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