Wienerwald

Biosphärenpark Wienerwald

Projekte - Neobiota-Management

Neobiota-Management im Biosphärenpark Wienerwald

Ein Naturschutzprojekt über „gebietsfremde Tier- und Pflanzenarten“

Was sind Neobiota?

Als „Neobiota“ bezeichnen Wissenschaftler Organismen (Pflanzen, Tiere oder Pilze), die seit der Entdeckung Amerikas 1492 in ein neues Gebiet gelangt sind – meist durch menschlichen Einfluss. Neben nützlichen „alten Bekannten“ wie Erdapfel und Paradeiser sind manche dieser Neuankömmlinge extrem resistent und neigen dazu, die ursprünglich heimischen Arten zu verdrängen. Diese Problemarten nennt man „Invasive Neobiota“ oder „Invasive Alien Species“ (IAS). Neben der Zerstörung von Lebensräumen wird die Verbreitung gebietsfremder Arten als eine der Hauptursachen für den weltweiten Artenrückgang genannt.

Umgang mit "Problemarten" 

Im Rahmen des 2011 bis Frühjahr 2015 laufenden, von Bund, Land Niederösterreich und EU geförderten Projekts widmeten sich die Bundesforste gemeinsam mit dem Umweltbundesamt und dem Biosphärenpark Wienerwald Management der Neobiota-Problematik. Im Fokus stand ein Vergleich unterschiedlicher Methoden zur Eindämmung von Drüsen-Springkraut, Robinie, Staudenknöterich und Riesen-Bärenklau.  Begleitend fand intensive Bewusstseinsbildung in der Region statt: Informationsveranstaltungen, Exkursionen und Informationsmaterial klärten über den Umgang mit „Problemarten“ auf und leisteten so einen Beitrag zum Schutz der Artenvielfalt im Biosphärenpark Wienerwald.

Projektergebnisse

Nach Projektabschluss liegen nun Steckbriefe von bedeutenden invasiven Neophyten, eine Broschüre für Gartenbesitzer („Aliens aus dem Garten“) und eine Strategie für den Umgang mit Neobiota im Biosphärenpark Wienerwald vor. Informationsveranstaltungen und die Betreuung ausgewählter Neophyten-Standorte werden weitergeführt. Bei Interesse an einer Informationsveranstaltung wenden Sie sich bitte an biosphaerenpark [AT] bundesforste [.] at.

Die Broschüre sowie ein ergänzendes Glossar finden sie im Download-Bereich (ganz unten). Der Endbericht des mittlerweile abgeschlossenen Projekts steht dort ebenfalls als Download zur Verfügung!

Die Steckbriefe sind sowohl einzeln als auch als Gesamtdokument (pdf, ca. 2 MB) verfügbar. 

Weitere Infos über die Broschüre "Aliens aus dem Garten" finden sie hier.

Fallopia x bohemica, Staudenknöterich, Foto Gernot Waiss
Dieser Staudenknöterich ist ein Hybride aus F. japonica und F. sachalinensis // Foto: Gernot Waiss

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